Problemstellung
Vor dem Hintergrund der zukünftigen Anforderungen an das Netz ist es derzeit noch unklar, wie zukünftig SmartGrids konkret aussehen könnten. Es gibt verschiedene Ansätze und Konzeptideen, wie die zukünftigen Netzanforderungen erfüllt werden können. Es ist zudem heute noch nicht bekannt, welches innovative Netzkonzept unter umweltpolitischen und energiewirtschaftlichen Aspekten die volkswirtschaftlich effizienteste Lösung darstellt.
Zudem sind die Bewertungsmethoden für innovative Netzkonzepte erst noch zu entwickeln und in einem zweiten Schritt so weit zu vereinfachen, dass zukünftige zyklische Innovationsprüfungen ressourcenschonend für Netzbetreiber möglich werden - insbesondere auch für unabhängige Kommunalunternehmen. In bisherigen Arbeiten wurden vereinzelt verschiedene, an zukünftige Anforderungen angelehnte Netzkonzepte untersucht und auf Probleme im Netzbetrieb bei vermehrter dezentraler Einspeisung hingewiesen. Es wurde jedoch bislang keine Umsetzung eines solchen effizienten und für die Anforderungen in 2030 gerüsteten Netzkonzeptes in einem umfassenden Projekt entwickelt und im Anschluss im Rahmen einer Demonstration in einer Modellregion auch implementiert und validiert. So fehlen an dieser Stelle bislang die erforderlichen Validierungen der theoretischen Ansätze durch entsprechende Praxiserfahrungen. Damit fehlen den Netzbetreibern und Anlagenherstellern auch wichtige Impulse z. B. auf der Betriebsmittelebene, die Hinweise geben, welche Anforderungen zukünftig, d. h. nicht nur in den nächsten Jahren, sondern auch unter Berücksichtigung der langen Nutzungsdauern von Betriebsmitteln über mehrere Jahrzehnte, an sie gestellt werden und wie sie demzufolge zukünftig entwickelt, hergestellt und in die Netze integriert werden müssen.
